Dr. Peter Lisborg

Chirurgische Venentherapie

Chirurgische Venentherapie

Die Einführung von Tumeszenzlokalanästhesie (TLA) hat zu einem bedeutenden Fortschritt in der Tageschirurgie von Venen geführt.

Es ist nicht nur möglich, große Venenoperationen tageschirurgisch problemlos und schmerzfrei durchzuführen – die zusätzliche Anwendung der Sedoanalgesie macht die Eingriffe auch wesentlich angenehmer, da die Patienten während der Operation schlafen, danach aber nicht beeinträchtigt ist.

 

Die Nachteile, wie vermehrter Zeitaufwand für die Applikation der Lokalanästhesie, wird durch die Vorteile mehr als ausgeglichen:

  • weniger Blutung bei der Venenoperation und daraus resultierend weniger Blutergüsse
  • lang anhaltende Anti-Schmerzwirkung (12-18 Stunden) und dadurch Mobilitätsgewinn
  • dadurch keine Thrombosegefahr (eine häufige Komplikation bei Allgemeinnarkose!)
  • Blutergüsse sind durch die Lokalanästhesie verdünnt und werden schneller abgebaut
  • geringeres Infektionsrisiko (Wash-out Effekt)
  • Venenoperation von beiden Beinen gleichzeitig ohne erhöhtes Risiko möglich
  • kürzerer Krankenstand bzw. schnellere Wiederaufnahme der täglichen Aufgaben


Die Anwendung von TLA erlaubt eine radikale Venenoperation unter sehr angenehmen Bedingungen, um möglichst optimale langfristige Ergebnisse zur erzielen. Ob ein Venenstripping notwendig ist oder die kosmetisch vorteilhaftere Miniphlebektomie durchzuführen ist, wird durch eine exakte praeoperative Diagnostik festgestellt.

Die Patienten werden unmittelbar nach der Operation mit spezieller Bandagen für zwei Tage versorgt. Danach werden medizinische Kompressionsstrümpfe für 3-4 Wochen verordnet.

Die Patienten können unmittelbar postoperativ nach der Venenoperation ihren Aufgaben wieder nachgehen. Es ist in dieser postoperativen Phase möglich, in Bewegung zu bleiben (Spazieren gehen, Venengymnastik) oder gegebenenfalls die Beine in der ersten Woche hochzulagern.

Dieses interessante neue Konzept in der Venenchirurgie erregte nicht nur bei zahlreichen nationalen und internationalen Kongressen Aufsehen, sondern zeichnet sich auch – viel wichtiger - durch eine sehr hohe Patientenzufriedenheit aus.

Schreiben Sie uns Ihre Frage/Feedback (1)

  • Rosemarie Wauch
    20 Februar 2012 at 17:16 |

    hÄtte Interesse Ende März Anfang April meine Krampfadern behandeln zu lassen bzw. zu entfernen. Was ist dazu nötig? Habe ich die Kosten selber zu tragen? Oder trägt die GKK einen Teil der Kosten wenn die Venenerkrankung gesundheitsgefährdend ist? Möchte aber keine OP im Krankenhaus! Bitte um eine kleine Information
    Danke im voraus verbleibe einstweilen
    mfg Wauch

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